Die Linken und das Erbe

Linke oder Sozialisten haben meist ein Problem mit der Erbschaft. Weniger, wenn die Mutter der Tochter die Halskette von Großmutter zur Hochzeit schenkt. Mehr, wenn ein Unternehmer seinem Sohn das erwirtschaftete Vermögen übereignet. Die Argumentation: Der Erbe hätte es ja nicht selbst erarbeitet. Nur spielt das in diesem Fall keine Rolle. Erbe ist Eigentum und über Eigentum kann nach dem Recht frei verfügt werden.

In diesem Fall spielt vermutlich wie bei allen linken Argumentationen nicht der ökonomische Nutze eine Rolle, sondern dass jemand wieder mehr hat, als sie selbst. Es darf zudem ausgeschlossen werden, dass wenn ein Linker Privatvermögen erben könnte, dass er es in Volksvermögen liquidieren würde. Daneben sind Linke immer die ersten Kapital aus fähigen Händen (Unternehmer) in unfähige Hände (Sozialhilfeempfänger) umzuverteilen. Sprich in Hände, die es ebenso wenig selbst erarbeitet haben (Sozialstaat). Hier zeigt sich erneut das völlig Unverständnis der Linken für ökonomische Zusammenhänge und worauf der Erfolg der letzten 1000 Jahre und mehr begründet ist.

Man stelle sich vor: Siemens hätte Vermögen und Unternehmen nicht weitervererbt und nach der Forderung mancher Linker wäre alles aufgelöst und verkauft worden. Die deutschen Wirtschaft müsste heute ohne Siemens auskommen. Stattdessen aber vererbte Siemens Vermögen und Unternehmen und seine Kinder vergrößerten es. Heute ist Siemens ein über die deutschen Grenzen hinaus bekanntes Unternehmen. Dasselbe gilt für die Aristokratie. Das Eigentum an Titel, Land und Besitztümer wurde stets weitervererbt und so entstand auf dieselbe Weise der Wertmehrungen unsere Kultur. Der Regel lautet: Wer Eigentum hält, will dessen Wert mehren. Das Erbe stellt meist die einzige Möglichkeit da, über sehr lange, ein Menschenleben überschreitende, Zeiträume eine Wertmehrung zu erreichen. Ohne das Erbe hätte die Monarchien niemals unsere Kultur schaffen können. Abgesehen davon wären Monarchien ohne Erbe nicht existent. Als Beispiel dient hier gut Berlin, im Speziellen Museumsinsel und Tiergarten. Beide Areale waren Vererbungen und wurden mit jeder Generation in ihrem Wert gemehrt und ausgebaut (bevor sie der Krieg verschluckte).

Dabei ist dieses System äußerst gnadenlos mit Fehlentscheidungen und äußerst fair bei der optimalen Neuverteilung des Kapitals – ganz ohne Staat und ganz sicher ganz ohne das Versagen linker Planwirtschaft. Solange sich der Eigentumshalter als geschickt erweist, mehrt er der Wert des Eigentums. Nicht selten aber reicht eine Fehlentscheidung aus und der Eigentumshalter ist zum Verkauf gezwungen. Materielle und immaterielle Güter werden so neu verteilt, in fähigere Hände, welche deren Wert mehren. Der Markt erhält sich selbst, optimiert sich selbst, und lässt das Kapital dahin wandern, wo es optimal eingesetzt wird. Ganz ohne Planwirtschaft.

Ein verkappter Linker könnte genauso Teil dieses Prozesses werden. Statt Gesellschaft und Wirtschaft mit seinem marxistischen Blödsinn zu ruinieren, müsste er nur eine gute Idee vermarkten, von der alle profitieren. Nach Möglichkeit keine Genderschule. Eine Erfindung beispielsweise. Fleiß gehört neben Intelligenz und unternehmerisches Geschickt dazu. Diese Idee bietet er auf dem Markt an und schaut, ob sie angenommen wird. Er könnte wie jeder andere nach Gewinn streben, welches er in sein Unternehmen refinanziert, um den Gewinn zu mehren. So kann er Menschen anstellen und in Lohn und Brot setzen; und so kann er etwas schaffen, von dem Gesellschaft und Zivilisation profitieren. Er wird reich und die Zivilisation fortschrittlicher. Es ist durchaus gerecht, dass der Erfinder des Automobils reich wird, bedenkt man den Nutzen für die Zivilisation. Dann kann er sein Vermögen seinen Kindern vererben, in der Hoffnung, dass diese das Vermögen mehren und mehr Werte schaffen. Das oder sie verprassen alles und ein anderer wird dazu die Gelegenheit haben. Am Ende aber findet das Kapital von allein die fähigsten Hände, um sich zu mehren und der Zivilisation Wohlstand und Fortschritt zu bringen.

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