Gerechtigkeit: Sozialstaat vs. individuelle Verantwortung

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Die Linken sprechen von „sozialer Gerechtigkeit“. Wie kann etwas gerecht sein, wenn es den Staat braucht, um es umzusetzen? Soziale Gerechtigkeit meint, dass die Linken, sprich der Staat, bestimmen, was einem Menschen zusteht. Dafür nutzen sie ein ideologischer Menschenbild, wo sie definieren, wer Berechtigt und wer in der Pflicht steht und warum. So hat im linken Menschenbild der Stärkere immer Unrecht und ist verpflichtet für den Schwächeren Verantwortung zu übernehmen. Denn die Schwäche resultiert aus dem Vorhandensein der Stärke. Deshalb hat der Schwächere das Recht vom Stärkeren Leistungen einzufordern, welche der Staat dann überträgt. Das nennt man Sozialstaat. Ferner beschreibt das ideologische Bild, dass kein Mensch für sein Schicksal verantwortlich ist, da der Mensch allein durch seine materielle Umwelt bestimmt ist (vgl. Marx). Dadurch wird das Recht geschaffen Verantwortung vom Individuum für sein Schicksal auf das soziale Kollektiv zu übertragen, denn ist es die Umwelt und damit verantwortlich.
Dies wird verbunden mit diversen Rechten, die ein Mensch angeblich hätte. Recht auf Arbeit als Beispiel oder Recht auf Bildung. Des einen Recht ist des anderen Pflicht. Hat einer ein Recht auf Arbeit, hat ein anderer die Pflicht diese zu gewähren – meist unter gesetzlichem Zwang. Auch dient der Staat als Exekution dieses Rechtes unter Androhung entsprechender Strafen.
Der Staat kann selbst niemanden etwas geben, denn er produziert nichts. In Überschreitung seiner Daseinsberechtigung kann er für die Umsetzung dieser Rechte nur das Vermögen anderer Bürger umverteilen. Er greift also in das Eigentumsrecht ein und enteignet die Bürger unter Maßgabe dieses Rechtes. Damit ist der Begriff der sozialen Gerechtigkeit nicht nur ein Synonym für Sozialismus, es ist auch das Zeichen verschwindender individueller Freiheiten der Bürger für ihr Eigentum. Je mehr soziale Rechte eine Gesellschaft gewährt, desto mehr Geld muss der Staat enteignen, desto weniger individuelle Freiheiten gibt es.
Der Begriff der sozialen Gerechtigkeit meint hier Gleichheit, indem die Fleißigen für ihren Fleiß bestraft und ihr Vermögen nach unten umverteilt wird. Soziale Gerechtigkeit meint demnach die Strafe für die Verletzung der von den Linken gewünschten Gleichheit (Kommunismus).

In einer liberalen Gesellschaft besteht neben dem Recht auf Leben und Freiheit nur das Recht auf Streben nach Glück. Da Liberalismus und Individualismus  einander bestimmen, heißt es mit Absicht nicht „Recht auf Glück“. Denn dies würde wieder implizieren, dass andere dieses Recht umzusetzen hätten. Recht auf „Streben nach Glück“ bedeutet eigenverantwortliches Handeln und setzt den Staat lediglich in die Pflicht die Freiheit dafür zu wahren. Es besteht die individuelle Freiheit nach persönlichen Glück zu streben. Der Staat gibt nicht vor, wie dieses aussieht. Das soll und kann jeder nur für sich entscheiden. Die meisten werden wohl mit Wohlstand antworten. Das heißt im Resultat schafft der Staat im Streben dieses Recht zu erfüllen beispielsweise einen freien Markt, damit der Bürger dort sein Recht auf Streben nach persönlichem Glück in Form von Wohlstand durch ein maximales Angebot an Betätigungen umsetzen kann.
Der freie Markt bestimmt dabei über den Einbezug aller Bürger (gänzlich ohne staatliche Planwirtschaft), welche Tätigkeiten welchen Nutzen für die Gesellschaft haben und daher entsprechend gemessen an der Individuellen Leistung daran entlohnt werden.
Diese Freiheit beinhaltet auch die Erkenntnis, dass das Schicksal des Menschen durch seine individuellen Entscheidungen bestimmt ist und daher jeder individuell verantwortlich ist. Das verlangt auch rationale und verantwortungsbewusste ökonomische Entscheidungen ab, welchen Lebensweg man beschreitet. Beispielsweise mag es vielleicht besser sein nicht mit 16 Jahren ein Kind zu zeugen und sich jedem Kerl im Umkreis an den Hals zu werfen, sondern stattdessen auf die Ehe mit einem ambitionierten und verantwortungsbewussten Partner zu warten.
Individuelle Verantwortung ist damit verbunden und bedeutet, dass jeder sein Schicksal durch die eigenen Entscheidungen bestimmt, welche im besten Fall verantwortungsbewusst und rational-ökonomisch sein sollen. Das beinhaltet das eigenverantwortliche Tragen positiver wie negativer Konsequenzen der eigenen Entscheidungen. Nur dadurch handeln wir verantwortungsbewusst. Niemand handelt verantwortungsbewusst, wenn ein Sozialstaat die Verantwortung von einem selbst, auf das soziale Kollektiv verteilt. Man handelt nur dann verantwortungsbewusst, wenn die Gefahr des persönlichen Verlustes besteht und dafür muss es Eigentum geben, was verloren werden kann. Eigentum ist also der Garant für Verantwortung und das höchste Eigentum, ist das Selbsteigentum.
In einer wahrhaft gerecht Gesellschaft braucht es keinen Staat als Mittler, nur Freiheit. Denn Gerechtigkeit bedeutet, dass jeder erhält, was er verdient und nicht, was er will oder was ein Ideologie bestimmt was einer Gruppe zusteht. Was ein Mensch verdient bemisst der freie Markt am besten, wo es Leistung gegen Leistung geht. Niemand hat ein Recht auf Nahrung. Aber jeder hat die Freiheit sich eine Arbeit zu suchen, eine nachgefragte Leistung für die Gesellschaft zu erbringen und sich so Nahrung zu kaufen. Das Geld, sprich der Lohn ist hier der Beleg dafür, dass man eine Leistung für die Gesellschaft erbracht hat und so berechtigt ist die Leistung anderer, Beispielsweise in Form eines Brotes beim Bäcker, einzufordern. Der Unternehmer erbringt mit seiner Leistung beispielsweise in Form einer Rederei einer höhere Leistung für die Gesellschaft und deren Ökonomie, als der Schweißer an Schotte A des Schiffes X. Daher erhält der Unternehmer mehr Lohn als Beleg. Er kann sich daher mehr Brote kaufen, als der Schweißer.

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