Der Begriff der „Person“

Einleitung

Die sogenannten alternativen Medien in Deutschland haben sehr oft das Problem, dass sich wenige Plattformen auf einen Ansatz fokussieren. Sehr oft werden Esoterik und Politik vermischt. Der gemeine Leser oder Zuhörer wird sehr schnell mit Informationen überflutet und auf menschliche Weise versucht er sie alle in einen Gesamtzusammenhang zu setzen. Das trägt bei manchen Individuum sehr seltsame Früchte. So werden dann Zusammenhänge hergestellt und Sachlagen in Beziehung gesetzt, die nichts oder wenig miteinander zu tun haben. Oftmals hat man dann die Arbeit die Sachlichkeit aus dem Wust an nicht sachdienlichen Informationen wieder frei zu graben. So bauen die alternativen Medien oft gedanklich Komplexe auf und packen dort Utopien und Wunschvorstellungen hinein, die fernab jeder Realpolitik liegen. Vorher haben sich die Bürger nicht mit Realpolitik beschäftigt, weil sie sich dafür nicht interessiert haben. Heute beschäftigen sie sich nicht mit Realpolitik, weil sie durch die „Eso-Medien“ völlig abgehoben sind. In beiden Fällen beschäftigen sie sich aber nicht mit Realpolitik und man könnte meinen, dass dies das Ziel ist. Den Kopf haben sie in anderen Welten.

Um eine diese Welten aufzulösen soll es hierbei gehen. Seit dem verstorbenen Andreas Clauss meinen die deutschen Bürger zu wissen, dass die Bundesrepublik Deutschland eine GmbH unter Handelsrecht sei. Interessant ist, wie vorher politisch völlig ungebildete Bürger nun zu Experten von derlei Sachlagen der Jura wurden. Durch das laute geplappert dieser Pseudo-Intellektuellen muss man dann durchbrüllen, dass die BRD keine GmbH sei, sondern nur so behandelt wird, um Verträge abschließen zu können, und dass sie in Wahrheit lediglich ein fortbestehendes Besatzungskonstrukt sei. Aber es hatte sich schon viral verbreitet, da nun alle annahmen die ultimative Wahrheit für alle Probleme zu kennen. Nun wies Clauss nach, dass der sogenannte „Personalausweis“ auf das „Personal“ dieser BRD-GmbH hinweist, denn nur Unternehmen hätten „Personal“. Polen ging mit Litauen im 14. Jahrhundert eine „Personalunion“ ein. War das dann die Fusion zweier Unternehmen? Verstärkt wird diese Wortklauberei durch den oft zitierten Andreas Popp, der oft witzige, aber genauso oft falsche Wortspiele anstellt. So meint er der Begriff des „Geldschein“ sei Zeugnis exakter deutscher Sprache, da man das „Scheingeld“ hier deutlich erkennt. Zu was macht diese Logik dann aber den „Führerschein“? Der Begriff stammt wohl eher daher, dass man früher durch altes Pergament die Sonne durchscheinen sah und so „scheinen“ Begriff sowohl für ein Stück Papier, wie für vage Sache etabliert hat.

Dann kommen andere wie Harvey Friedman dazu, welcher vom „Zeitalter der Rothschilds“ spricht [2], und prompt werden die Informationen zusammen gezogen. Plötzlich ist alles eine Verschwörung, wie zum Beispiel das Bürgerliche Gesetzbuch, welches von Friedrich dem Großen verfasst wurde. Weil man sich historische Sachlagen wie diese nicht erklären kann, existieren dann eben Geheimbünde seit tausenden Jahren, die dann so etwas wie das BGB verfasst hätten. Eine viel gerühmte und typisch deutsche Errungenschaft wie das BGB wird so plötzlich etwas Schlechtes. „Person“ will man nicht sein – man sei „Mensch“. Das kommt einem doch bekannt vor. Interessant ist hierbei, dass die sogenannten „Aufgeklärten“ oftmals denselben Denkmustern folgen, wie die Linken: Das Einfassen der Realität in die eigene Ideologie. Oftmals sind auch die Alternativen genauso wie die Marxisten sehr eifrig dabei unsere Zivilisation und ihre Grundpfeiler zu demontieren. Die „Kritische Theorie“  zum Zwecke der zerstörung westlicher Traditionen und Sitten [3] scheint es auch in die Köpfe der sogenannten Alternativen geschafft zu haben, selbst wenn diese glauben sie zu kennen.

Begriffsdefinition

Unsere Gesetze und deren Ideale und Prinzipien, beispielsweise des eigenverantwortlichen Individuums, bauen auf dem Christentum auf. Wenn das Individuum nicht eigenverantwortlich handelt, kann es auch nicht verurteilt werden. Im Christentum baut die Moral auf dem von Gott mit Willensfreiheit ausgestatteten Individuum auf. Moral kann es nur geben, wenn es eine Wahl gibt, wählen kann nur, wer allgemeine Freiheit und Freiheit des Willens besitzt. Daher ist Zwang auch auch keine Freiwilligkeit, also dem Wortsinn nach der Freiheit des Willens. Die Bibel gibt die Moral vor, was richtig und was falsch ist. Beispielsweise: „Du sollst nicht stehlen.“ So ist Diebstahl in der Form ein Unrecht, weil Eigentum nicht über einen gegenseitige positive Willensbekundung zum Austausch übertragen wurde. Dafür setzt man Verträge auf. Nachzulesen im BGB.

Nur Menschen sind zu moralischen Entscheidungen fähig. Doch mit fortschreitender  Kultur schuf der Mensch sogenannte „Körperschaften“, also juristische Institutionen, die von Menschen ausgefüllt werden, aber nicht jeder darin einzeln Verträge abschließt, sondern die Körperschaft als Ganzes. Man stelle sich ein Unternehmen vor, indem für den Einkauf  von Rohstoffen zur Produktion jeder Mitarbeiter einen Vertrag über diesen Einkauf eingehen müsste. Das wäre Unsinn. Daher geht den Vertrag das Unternehmen ein, unterschrieben von der verantwortlichen „Person“. Wer Verträge eingeht, der muss auch juristisch belangt werden können.

Die „Person“ ist ein christlich-juristischer Begriff, der zwei Teile kennt: Die natürliche Person, sprich der Mensch (s. BGB, Buch I, Abschnitt 1, Titel 1) und die juristische Person, sprich ein Verein, ein Unternehmen oder der Staat und so weiter (s. BGB, Buch I, Abschnitt 1, Titel 2). Man kennt den Begriff der „Personifizierung“. Das heißt man schreibt eine seelenlosen Sachlage menschliche Eigenschaften zu. Das gleiche wird auch hier getan. Wieder ist die Annahme, dass nur der Mensch Willensfreiheit besitzt, moralisch entscheiden kann, und daher vor einem Gericht verurteilt werden kann, wenn diese Entscheidung der Sitte widerspricht. Doch was macht man mit Unternehmen? Man personifiziert sie in der Weise, dass man sie zum Zwecke der Justiz wie einen Menschen behandelt. Das musste man tun, da es in der christlichen Kultur keine andere Vorstellung gibt. Eben als „juristische Person“. Der Bergriff der „Person“ ist lediglich ein Oberbegriff, um die Rechtssubjekte zusammenzufassen. Eine „Person“ ist bildlich gesprochen ein Gefäß mit jenen Eigenschaften, die vor Gericht von Belangen sind. Der Name beispielsweise.

Argumentation der Alternativen

Die Argumentation der Alternativen ist nun, dass man als „Person“ vor Gericht auf eine Sache degradiert wird, und nicht mehr Mensch ist. Aufgrund dessen, dass ein Unternehmen oder eine Sache einen „Namen“ hat und der Mensch doch mehr sein sollte. Auch hier wird sich wieder an verbalen Haarspaltereien aufgehangen. Das ist in sofern falsch, dass man einen Stuhl nicht verurteilt, weil er sich „entschied“ unter dem Hintern eines Übergewichtigen zusammenzubrechen, wohin dieser sich das Steißbein brach. Allenfalls verklagt man den Hersteller, wenn dieser falsche Angaben über das zulässige Gewicht gemacht hat. Der Mensch wird vor Gericht nicht degradiert, da das Gericht weiß, dass nur jene von Gott geschaffenen Menschen Willensfreiheit besitzen. Sie werden lediglich auf ihre personellen Merkmale reduzierst, die das Gericht interessieren. Handelt es sich also um eine natürliche oder eine juristische Person, sprich welches Recht muss angewandt werden und wie wird verurteilt. Ohne den Begriff der „Person“ wäre diese Kategorisierung nicht möglich und würde schnell zu einer solchen Einführung führen, sofern man eine Marktwirtschaft besitzt.

Weiterhin kennt die westliche Philosophie das individuelle Verantwortungsprinzip auch und gerade in der Justiz. [4] Das heißt verurteilt wird nur, wer auch die Verantwortung trägt. Meist der, der unterschrieben hat. Eine Unterschrift bindet nach westlicher Sitte an Verantwortung. Zumindest sollte es so sein. Man wird aber feststellen, dass es nicht unsere Sitten sind, die fehlerhaft ausfallen. Es ist die durch den Marxismus und die Linken betriebene Auflösung unserer Kultur, welche unsere Sitten verfallen lässt. Unter anderem das Moral vor Gott besteht, Unterschriften an Verantwortung binden, Verträge einzuhalten sind oder Gesetze allgemein gültig sind. Es war der linke Ungeist, der Amoral, korrupte Bürokratien und Willkür schuf und welcher die Verantwortung weg vom Individuum für seine Taten im unchristlichen Sinne auf das Kollektiv übertrug. Seit der Antike und dem späteren Mittelalter gilt das westliche Rechtssystem als maßgebend.

Schuster bleib bei deinen Leisten!


Quellen:

[1] https://www.youtube.com/watch?v=ILdqlI0YGu8
[2] https://www.youtube.com/watch?v=TP3NnJgKMXI
[3] https://www.youtube.com/watch?v=ZuH9jAtPmWU
[4] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/10/07/das-individuelle-verantwortungsprinzip/

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s