Unter Enteignung versteht man zumeist das politische Mittel in sozialistischen Regimen, welches über Zwang und Gewaltandrohung der staatlichen Exekutive Privateigentum in Gemeineigentum, sprich Staatseigentum, überführt. Enteignung darf in freiheitlichen Gesellschaften niemals stattfinden. Denn hier ist das Eigentum durch die Verfassung als individuelles Recht geschützt. Die einzige Möglichkeit hier Eigentum zu übertragen, ist per Vertrag, also per freiwilligen Akt. Alles andere definierten sowohl die christliche Ethik wie auch das darauf aufbauenden Gesetz als Diebstahl und damit einen amoralischen Akt. Nun ist klar, dass sich Sozialisten niemals um Ethik oder Moral scherten. Doch Enteignung muss nicht zwangsläufig derart offensichtlich ablaufen, dass die Regierung von einem sozialistischen Putsch gestürzt und Sozialismus etabliert wird. Oftmals schleicht sich der Sozialismus auch über die Hintertür der Demokratie ein, wenn die Bürger stetig Parteien und Politiken wählen, welche die autoritären staatlichen Aufgaben vergrößern und somit die individuellen Freiheiten immer mehr verschwinden. [1] Der Sozialstaat als bestes Beispiel. [2] Besonders dieser hat die Eigenart zum Sozialismus zu führen, wenn er sich selbst auch anders drappieren mag, da er für sein eigenes Überleben irgendwann an alle finanziellen Werte der Bürger ran muss, als dass reine Steuern und Abgaben ihn noch aufrecht halten könnten. Besonders im Fall ungebremster Masseneinwanderung. Dafür setzt man dann eine sogenannte schleichenden Enteignung ein.

Das bekannteste Beispiel einer schleichenden Enteignung sind Kontoführungs- und Transaktionsgebühren sowie Negativ-Zinsen, Inflation und staatliche Preispolitiken. Hierbei hat der Bürger Geld auf der Bank und es wird stetig weniger. Er wird also enteignet. Natürlich rät der Instinkt dem gemeinen Bürger dann, er solle das Geld von der Bank holen und lieber zu Hause aufbewahren. Der etwas gebildetere Bürger legt es an, beispielsweise in Unternehmensbeteiligungen oder gar Unternehmensgründungen. Doch auch der Staat ist hinterher derlei Fluchten zu unterbinden. Entweder, indem er das Bargeld einschränkt oder gänzlich aufhebt oder indem er beispielsweise den Immobilienmarkt planwirtschaftlich kontrolliert. So führte die Immobilienkrise in den USA 2008, welche massiv durch staatliche Intervention in den Markt und kartellartige Verbindungen zwischen privaten Banken, der FED und dem US-Staat ausgelöst wurden, auch zu einer gewaltigen Eigentumsübertragung von privaten Immobilien in die Hände der Banken. Auch eine Form der Enteignung. Der gemeine Bürger sieht die Banken in der Schuld. Jedoch in den USA sowie in Europa geben jeweils die Zentralbanken der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank den finanzpolitischen Ton an, welche sich beide in einem Kartell mit dem Staat befinden. Hier liegt viel eher das Problem. [3] Denn die privaten Banken, sowohl in den USA wie in Europa, erhalten ihr Geld von der Zentralbank, welche den Leitzins vorgibt. Ganz anders war es vor 150 Jahren, als alle Banken vollends privat waren und im Wettbewerb zueinander standen und beispielsweise Gebühren und Zinsen individuell vergeben konnten. Doch heute kann die Politik der EZB auf das private Vermögen der Bürger direkt oder indirekt zugreifen und nutzt dabei auch den Staat und seine gesetzlichen Möglichkeiten.

Große Teile der deutschen Vermögen liegen bei Versicherungen oder Fonds sowie Sparbüchern. Man muss sich vergegenwärtigen, das Geld und auch liegendes Geld, Arbeitsleistung sind. Das liegende Geld ist Arbeitsleistung, die zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt werden soll. Doch auch Versicherungen und andere Fonds sind äußerst staatsnah und können ebenso schnell zur staatlichen Finanzierung enteignet werden. So wird dann die gespeicherte Arbeitsleistung der Bürger politischen Zielen zugeführt, von denen sie selbst oftmals nichts haben oder die gar gesellschaftsschädlich sind.


Quellen:

[1] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2018/01/04/demokratie-versus-republik/
[2] http://www.misesde.org/?p=11309
[3] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2018/01/17/bankenreform/

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