Jedes historisch und kulturell gewachsene Gemeinwesen beruht auf bestimmen Sitten und Normen und dem Konsens der Mitglieder, sich diesen zu unterwerfen, will man Teil des Gemeinwesens sein oder bleiben. Aus einfachen Sitten wurde mit der Zeit Gesetze und mit den Gesetzen kamen auch Rechtssprechung und Rechtsvollzug. Doch egal wie weit eine Zivilisation auch entwickelt ist, die Funktion des Gemeinwesens beruht auf diesem gewachsenen und nicht austauschbaren normativen Konsens und das Vertrauen, dass die Mitglieder diesen freiwillig einhalten.

Bereits Immanuel Kant legt die Sitte als Fundament der Gesetzgebung fest. Doch ist nicht jede Sitte auch gleich Gesetz. Es gibt einen Teil der Sitte, den Anstand, der nicht Gesetz ist. Ohne einen Gesetzesvollzug beruht dieser noch mehr auf Vertrauen. Das Vorhandensein dieses normativen Konsens bedingt nicht zwangsläufig seine Kodifizierung in Gesetze und entsprechenden Vollzug bei Verstoß. Je sittlicher eine Gesellschaft ist, was meist in Verbindung mit der Aufklärung der Fall ist, desto mehr herrschen Recht, Ordnung oder Anstand vor, auch ohne, dass es die entsprechenden Gewalten gibt. Gerade die Aufklärung legt ein Ideal vor, indem die Menschwerdung gerade darin besteht, Sitte und Moral in sich als Individuum aufzunehmen, ohne eine Autorität wie den Staat zu bedürfen, der die Einhaltung wahrt. Gerade dieser Prozess der Menschwerdung im Sinne der Aufklärung soll die Autorität durch Freiheit ersetzen. Dafür bedarf es jedoch zwei Bedingungen: 1. Muss die Gesellschaft eine christliche sein und 2. muss sie den Idealen der Aufklärung folgen. [1]

Die politische Linke ist mit Fug und Recht als asoziale Gruppierungen zu bezeichnen. Denn ihre Mitglieder fragen nicht, was ein funktionierendes Gemeinwesen ausmacht, sondern sie stellen in ihrer Ideologie eine unwissenschaftliche Behauptung auf. Die Idee, ein Gemeinwesen funktioniere nur über das gemeinsame Menschsein, ist gleichermaßen lächerlich, wie unwissenschaftlich. Die objektive Naturbeobachtung zeigt etwas anderes und konterkariert so die sozialromantischen Wunschvorstellung der politischen Linken, welche gerade in diesen Tagen klar von der Wirklichkeit wiederlegt werden.

Instinktiv wissen das die meisten Menschen, auch wenn ihnen die fachwissenschaftlichen Erklärungen fehlen: Sie wissen, dass Identität einem Gemeinwesen zugrunde liegt. Identität in Form der Kultur, welche alle Sitten, Traditionen, Ethik und Moral enthält. Denn neben der Sitte sind auch geteilte Traditionen Garanten eines friedvollen Miteinanders und ständiger Erneuerer der geteilten Identität. Sie wissen, dass diese Identität notwendig ist, damit man sich zu einem Gemeinwesen zugehörig fühlt und es sich so überhaupt bilden kann. Sie wissen, dass dies nichts ist, was man beliebig austauschen kann. Sondern, dass es etwas historisch und regional Gewachsenes ist und auch nur ein begrenztem Rahmen funktioniert. [2] Sie wissen, dass einer absoluten Diktatur des Gesetzes, aufgrund von Anarchie und Chaos, nur das Vertrauen in die Einhaltung der Sitten gegenüber steht. All diese Dinge, verleugnet die politische Linke in ihrer Ideologie. Die aktuellen und historischen Ereignisse um diese Ideologie belegen, dass ihr nur Tyrannei, Gewalt, Anarchie und Mord folgen. Dennoch erlaubt das deutschen Gemeinwesen einem Geschwür wie der linken Ideologie die Existenz in seiner Mitte. Mit entsprechenden Folgen.

So natürlich, wie der normative Konsens der Sitten in einem regional begrenzten Gemeinwesen ist, so natürlich ist auch der kollektive Instinkt sich von anderen abzugrenzen und dieses Sitte nach außen hin zu verteidigen. Genauso wie sich das Individuum von anderen abgrenzt, so wollen sich die Individuum als kollektives Gemeinwesen definieren und abgrenzen, um den Zusammenhalt zu fördern. Hier bestimmt eine Form des „Sichtbezuges“ die Ausprägung und Stärke des gemeinschaftlichen Bandes. In der Familie und bei Verwandten ist es am stärksten, durch die enge Abstammung und das enge gemeinsame Leben. Alles im Gemeinwesen bildet dann ein soziales Band über eher ideellere Werte wie Kultur und Sitte, aber auch noch über ein Maß der Abstammung. So, wie wir unsere Familie erkennen, so erkennen wir auch unsere Ethnie, und fühlen uns mit ihr enger verbunden, als unter anderen Völkern. Das Gefühl der Heimat wäre anders nicht möglich, als über ein Bewusstsein für Abstammung und Verwurzelung. Dies erzeugt auch eine verantwortungsvolle Bindung. Dieses Gefühl der Zugehörigkeit macht ein Gemeinwesen regional möglich und hält es über die gemeinsame Sitte funktional. Fremdenfeindlichkeit ist keine Ideologie, sondern ein Schutzinstinkt. Das Unterscheiden in Ethnien und Kulturen, in ein Wir und Die, bezeugt das Vorhandensein einer individuellen Identität und dem Wunsch diese auch zum Wohle des Gemeinwesens zu wahren und wenn nötig zu verteidigen. Auch erlaubt es Bewertungen, wer als Mitglied dieses Gemeinwesens aufgenommen werden kann, weil er willens oder fähig ist den Sitten zu folgen und wer eine Bedrohung darstellt. Die Sitte der Gastfreundlichkeit darf dabei nicht mit gleichzeitig Aufnahme verwechselt werden. Ein Gast ist eine temporäre Angelegenheit. Diese Verhaltensweisen lassen sich weltweit bei allen Völkern beobachten. Besonders, wenn sie primitiv sind. Alles andere ist reine Ideologie, von denen man abkommen sollte, will man ein funktionierendes Gemeinwesen schaffen und erhalten.

Der normative Konsens erlaubt das friedliche Zusammenleben der Menschen aufgrund von Gruppenidentität. Es herrscht das Vertrauen, dass der andere die Sitte einhält, auch wenn er nicht dazu gezwungen wird, denn er möchte Teil des Gemeinwesens sein. Es herrschte einst in unserem Gemeinwesen keine oder nur geringe Angst davor, dass andere Menschen die Sitte nicht respektierten. Deutschland galt weltweit als sehr sittliches und geordnetes Land. Umso mehr erschrecken die Welt die momentanen Zustände. Angsträume gab es nicht. Denn alle Menschen innerhalb des deutschen Gemeinwesens entstammen dieser kulturhistorisch gewachsenen und gemeinsam geteilten Identität. Es sind dieselben christlichen Werte, ihre Sitten, Ethik und Moral. Alle entstammen ihr, alle teilen sie, alle leben sie. Dies prägt sich nicht nur im zwischenmenschlichen und sozialen Miteinander aus, sondern auch in der Politik. Unsere Sitten und ihre Ethik geben bestimmte Verhaltensweisen vor, bestimmte Gebote und Verbote. Aber auch, durch die Aufklärung, bestimmte Ideale und erstrebenswerte Zustände. So etwas wie in politische Bürgertum funktioniert genauso über das Vertrauen, dass die bestimmten Repräsentanten der Sitte und Ethik sowie Moral folgen. Die Politik unseres Gemeinwesens funktioniert, weil alle dieselbe Ethik, dieselbe Moral und dasselbe Ideal teilen (in der Theorie). Ganz im Sinne der Aufklärung, je stärker, desto geringer die Autorität des Staates durch die Politik. Sicherheit erreicht man nicht durch übermäßige Polizei, sondern durch einen starken normativen Konsens und Sittlichkeit. Daher gab es früher in Deutschland zu wenig Polizei. Sie war schlicht weg nicht nötig, da die Deutschen unter sich äußerst sittliche Menschen sind.

Das Ideal der Freiheit in unserem Gemeinwesen, der selbstbestimmten autonomen Lebensweise als Individuum, fußt fundamental auf unserer Sitte, ihrer Ethik und Moral, und den davon abgeleiteten Idealen. Dies alles bildet einen kollektiven Geisteskomplex. Man kann nicht ein Element herausnehmen und erwarten, dass der Rest bestehen bleibt. Man kann nicht das Christentum obsolet machen und erwarten, dass die Sitte und die Ethik noch bestehen, welche darauf aufbauen. Die Religion ist in den meisten Fälle die Grundlage der Ethik und der Sitte. Man kann nicht die Aufklärung verleugnen und erwarten, dass Freiheit noch besteht. Man kann nicht die Kultur zerstören und erwarten, dass das Gemeinwesen noch funktioniert. Wenn man das Gemeinwesen zerstört, weil man dessen normative Grundlage auslöscht, dann ziehen sich die Menschen ins Private zurück und das wahrhaft Soziale, auch und gerade im christlichen Sinn als individueller Akt, geht verloren.

Der Grund, warum unser Gemeinwesen derzeit versagt und sich die Gesellschaft immer weiter zerlegt, die Politik immer tyrannischer wird, liegt an der Zerstörung unseres normativen Konsenses durch die politische Linke. [3] Die ständigen Dekonstruktionen unserer Kultur und ihrer Traditionen, um auf den Ruinen den Kommunismus zu errichten, führten zu den heutigen Zuständen und der absoluten Wehrlosigkeit unserer Zivilisation gegenüber äußeren Bedrohungen. [4] [5] Man schiebt es auf den invasierenden Islam. Doch dieser Folgt nur seiner Natur. [6] Die Verrottung  und Dekadenz im Inneren unserer Zivilisation, unseres Gemeinwesens, durch die politische Linke, ist es, was diesen anzieht. Er will erobern, so wie wir einst, als wir noch denselben Instinkten folgten. Die Schuld für unsere Krise liegt jedoch nicht beim Islam. Sie liegt bei uns, dass wir das Geschwür der linken Ideologie, des Marxismus, nach 1945 nicht mit Stumpf und Stiehl ausgerottet haben. Unsere eigenen Kinder, Söhne und Töchter, wurde so zu asozialen Demagogen unseres Gemeinwesens gemacht. [7]

In unserer Dekadenz, in der wir vergessen haben, was unsere Zivilisation einst schuf; in unserer Falschannahme, Fortschritt sei ein natürlicher und nur gerecht zu verteilender Automatismus und keine explizite Leistung, die Willenskraft und Ambitionen herfordert; in dem falschen Dogma, Gleichheit sei ein höherer Wert, als individuelle Größe; und in dem falschen Idealen von Pazifismus, Toleranz und Herrschaftsfreiheit; haben wir uns selbst aufgegeben.

Der Fremde wird sich nicht an unsere Sitte halten, denn es ist nicht die seine und er sieht keinen Grund, warum er ihr folgen sollte, wenn er seine für stärker hält. Man kann keine fremde Kultur in die eigene „integrieren“ und erwarten, dass die Sitte noch bestehen bleibt. Schon gar keine, die von ihrer inneren Haltung stärker ist, und sich nicht integrieren, sondern erobern will. Entweder wir werden wie Stärker oder wir werden durch den Stärkeren vernichtet. Das ist das Gesetz der Natur und am Ende wiederlegt sie den linken Schwachsinn. Nur wird der Preis für diese Erkenntnis unsere Zivilisation sein.


Quellen:

[1] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/12/30/im-streben-nach-vervollkommnung-ethik-moral-und-freiheit-im-westen/
[2] https://www.youtube.com/watch?v=ZeFnoYLRtNc
[3] https://www.youtube.com/watch?v=-1glDVfQunw
[4] https://www.youtube.com/watch?v=_Ou_kgQ8j-E
[5] https://www.youtube.com/watch?v=A_vTnzFni58
[6] https://www.youtube.com/watch?v=Bd4aKaFofck
[7] https://www.youtube.com/watch?v=Xr7YaLlpnLE

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