Einleitung

Von dem Soziologen Gustave le Bon stammt folgender Satz zum Patriotismus:

„Der Patriotismus ist die mächtigste Offenbarung der Seele einer Rasse. Er repräsentiert einen kollektiven Beharrungsinstinkt, der sich im Falle nationaler Gefahr an die Stelle des individuellen Erhaltungsinstinktes setzt.“

Patriotismus ist demnach ein kollektiv empfundener Instinkt der Selbstverteidigung. Die deutsche Romantik verwendet eher den Begriff der „Vaterlandsliebe“, der den Charakter des Erwehrens auf eine allgemeine Haltung ausdehnt. Die Vaterlandsliebe – oder der Patriotismus im deutschen Sinn – bindet den Menschen als Volk emotional an den angestammten Siedlungsraum und an die eigene Heimat. Patriotismus ist anders, als es die politische Linke auslegt, keine anerzogene Ideologie, sondern ein menschlicher Instinkt. Interessanter Weise kann man dennoch fragen, ob Nomaden Patriotismus empfunden haben oder empfinden. Nach der Eiszeit wanderten die Menschen oftmals tausende Kilometer auf schneebedeckten Landschaften, ohne jeden Bezug zur einer Form der Heimat zu kennen. Patriotismus scheint demnach in gewissen Maßen mit der Sesshaftigkeit aufgekommen zu sein.

Der deutsche vaterländische Patriotismus gilt als besonders romantisch, da er sich stark an der deutschen Natur und weniger an dem Konzept einer Nation orientiert. Vaterland ist für die Deutschen anders als beispielsweise für die US-Amerikaner nicht vorrangig der Staat oder die Nation, sondern die Natur, die eigne vor allem regionale Kultur, die Sitten und Traditionen, die Heimat und die Familie. „Pro Gloria et Patria“ lautete das Motto der alten Preußen – „Für Ruhm und Vaterland“. Viel alte deutsche Lieder besingen deutsche Naturschätze, wie den Rhein, oder die Aufbruchstimmung in die Natur und Welt hinaus zu ziehen. Die deutsche Vaterlandsliebe ist demnach nichts, was allein im Falle eine Gefahr aufkommt, sondern etwas, was allgemein vorhanden ist. Daher ist der deutschen Patriotismus, solange er nicht an eine Nation gebunden ist, schwerer politisch anzusprechen. Denn der Rhein wird immer da sein und ist kaum bedrohbar. Mit dem Binden des Patriotismus an die Nation wurde der Patriotismus auf ein erheblich abstrakteres Konzept bezogen.

Subjektive Korrumpierung

Doch im Patriotismus liegt eine große Gefahr. Wie ebenso le Bon feststellte, sinkt der Verstand mit der Anzahl der Versammelten. Das heißt, ein kollektivistische Konzepte wie die Nation und der damit verbundene nationale Patriotismus, bedingen stets ein gewisses Maß an Dummheit in der Wahrnehmung. Je massenbezogener eine Politik ist, desto weniger individualistischer ist sie und desto weniger fallen intelligente Äußerungen ins Gewicht oder kommen überhaupt auf. Anders ausgedrückt, muss nur eine nationale Bedrohung geschaffen werden und das Kollektiv versammelt sich hinter dem, der sie angehen will. Gefragt wird dann meist nicht mehr, woher diese Bedrohung kommt.

Aus diesem Grund nennt Russland bis heute den zweiten Weltkrieg den „Großen vaterländischen Krieg“. Bis heute sehen die Russen diesen Krieg als patriotischen Verteidigungskampf gegen den Faschismus, übersehen dabei aber, dass der stalinistische Kommunismus Pläne hegte ganz Europa einzunehmen. Was dann auch in der UdSSR größtenteils umgesetzt wurde. Hätte man sich nur verteidigt, warum hielt man am Ende alle Länder besetzt, durch die man durchmarschierte, und formte damit ein Union, die nur durch Diktatur überhaupt aufrecht gehalten wurde? Der Patriotismus machte die Russen blind für die Wahrheit, da eben ihre individuelle Intelligenz in der Masse und im Angesicht einer angeblichen nationalen Gefahr sank. Bei den US-Amerikaner verhält es sich genauso. Ihre Angst vor dem islamistischen Terror, ausgelöst durch die „False Flag“ 9/11, sorgt stets für neuen Zuspruch für die Regierung, mehr Militär in der Welt einzusetzen, um diese angebliche Bedrohung für die Nation Herr zu werden. Auch hier sank der Verstand vieler US-Amerikaner, als der kollektivistische nationale Patriotismus angesprochen wurde, um sich gegen die angebliche nationale Bedrohung zu stellen.

Der große Plan

Es ist nicht möglich die Pläne bestimmter global agierender Kräfte in Gänze zu verstehen und zu durchdringen. Es existierten mangels Fakten und Empirie teils widersprüchliche Verschwörungstheorien. Man kann sich jedoch einem sicher sein: Diese Kräfte gibt es und sie hatten Jahrzehnte an Reifung und Vorbereitung. Das Britische Empire, die Sowjetunion, das US-Ameriknaische Empire [1], die Europäische Union, die Vereinten Nationen sowie die Volksrepublik China sind bestimmte, entweder intial oder durch Korrumpierung, geschaffene Konstrukte, die einem gewissen Plan zur Schaffung einer neuen Weltordnung dienen. [2] Diese Weltordnung folgt bestimmten Bestrebungen und dazu zählt momentan – das tatsächliche Ende ist nicht absehbar – die Schaffung einer zentralisierten autoritären Struktur und der völligen Entrechtung der menschlichen Individuen. So wie es momentan aussieht, interpretieren es viele dahingehend, dass eine Art globaler Feudalismus geschaffen werden soll, an dessen Spitze eine kleine Gruppe steht, die sich selbst zum Adel erklärt hat, und der von Millionen beherrschter und mittelloser, sprich unfreier Sklaven getragen wird. Also ein globaler Sozialismus.

Man sieht bestimmt Transfärmechanismen und Dekonstruktionen traditioneller Gesellschaftsordnungen ablaufen. Es werden traditionelle Strukturen und Philosophien abgeschafft und durch Strukturen ersetzt, welche den Prozess des Übergangs vollziehen. Marxismus und Sozialismus wurden dafür geschaffen. Der Marxismus dekonstruiert die westliche Kultur und verdreht ihre Philosophie [3], während Demokratie und Sozialismus installiert werden [4], welche totalitäre Staaten schaffen, die dann den Umwandlungs- und Entrechtungsprozess vollziehen.

Gerade Demokratie und Sozialismus sind ebenso Massenpolitiken und bauen auf kollektivistischen Grundsätzen auf. Daher sind gerade solche Gesellschaft optimales Mittel, um die Menschen in die eine oder andere Richtung zu bewegen. So schaffte man es bei den Deutschen, über Demokratisierung und Etablierung sozialistischer Denkweisen, genau die Tyrannei zu schaffen, welche die Patrioten heute bekämpfen. [5] Es war also nicht eine Kraft von außen, welche die Deutschen in diese Lage brachte. Sie wurden dazu gebracht, es selber zu tun. Dies ist der entscheidende Punkt.

In die Falle gelockt

Es ist also nicht möglich festzustellen, ob man als patriotische politische Bewegung tatsächlich gegen einen angeblichen Feind in Form einer nationalen Bedrohung kämpft oder ob diese Bedrohung nur geschaffen wurde, damit die Gesellschaft selbst die Entwicklung im Rahmen der Ziele jener globaler agierenden Kräfte vollzieht. Man wähnt sich widerständisch, wie im Falle der Russen oder US-Amerikaner, nimmt jedoch in Wahrheit die vorher zugeteilten Rollen auf einer Bühne ein. Derlei Gedanken werde von entsprechenden Bewegungen auf als Defätismus abgelehnt. Wohingegen dabei erhebliche Teile der angeblich aufgeklärten Szene in eine Art Paranoia verfallen und an jeder Ecke Zeichen für Verschwörungen sehen. [6]

Auch ist es nicht auszuschließen, das neben der Konstruktion möglicher nationaler Bedrohungen, auch bestimmte Themen zur Verwirrung gestreut werden. Die widerständische Szene meint die Wahrheit in denjenigen zu haben, die verfolgt oder zensiert werden. Man muss als nur gezielt verfolgen oder zensieren, um bei den Widerständlern den Eindruck von Wahrheit zu erwecken. Wenn man derlei Denkmuster der Menschen kennt, kann man sie gegen sie verwenden und Verwirrung stiften. Das sind keine neuen Strategien. Das ist simpelste Militärtaktik.

So beschäftigen sich dann auch die Widerständler mit Themen und nehmen Denkmuster an, die ganz und gar im Sinne des „großen Plans“ sind – wie immer dieser aussehen mag. Möglicherweise ist so der bekämpfte Feind gar nicht der Feind, sondern lediglich das Mittel einen gesellschaftlichen und internationalen Kampf zu schüren, in dessen Zuge dann bestimmte Strukturen geschaffen werden. Es ist für die Widerständler aufgrund der nationalen Bedrohung nicht möglich, diesen Kampf zu umgehen, denn ihr Patriotismus zwingt sie dazu. Gleichzeitig setzen sie jedoch genau die Ziele um, die sie zu bekämpfen glauben, und finden sich am Ende möglicher Weise in der NWO wieder.

Die Geschichte wiederholt sich

Man sah zuerst bei der politischen Linken, den Dienern der NWO, bestimmte Verhaltensmuster, die nicht nur gegen die Forderungen der Aufklärung verstoßen, sondern auch historisch zum Aufstieg verbrecherischer Regime führten. Dazu gehört vor allem der kollektivistische Konformismus und das Aufgeben individueller Autonomie, besonders der Verantwortung. Soziologisch ist dies durchaus erklärbar und nützlich, da sonst niemals so etwas wie ein Gemeinwesen oder jede andere Art arbeitsteiliger Gruppierungen entstehen könnte. [7] Doch gerade Ideologien wie der Sozialismus, als Vorstufe der NWO, verstehen sich darauf genau diese natürlichen Instinkte auszunutzen und das so weit, dass das Individuum keinerlei Bedeutung mehr hat. Der Anteil individualistischen Verhaltens im Menschen wird nicht mehr angesprochen und verkümmert. Damit auch alle Moral und Eigenverantwortung, die nur über das Individuum erklärbar und möglich sind. Mit dem Kollektivismus verschwindet die Freiheit, denn Freiheit ist immer die Freiheit des Individuums. Der Kollektivismus und sein Prinzip der Konformität mit der kollektiven, das heißt meist staatlichen, Ideologie, ist der Nährboden der NWO und ihrer Tyrannei, die sich gegen jede Form individueller Freiheit und Verantwortung richtet, sprich gegen die Aufklärung.

Was man einst an Denkweisen an jenen kritisierte, die jene verbrecherischen Regime an die Macht brachten, sprich besonders blinder Konformismus, toleriert man heute bei den Widerständigen. Nun ist es so, dass auch die Widerständler, die sich in der Opposition zur politischen Linken in der politischen Rechten positionieren, oftmals mehr mit der politischen Linken gemein haben, als mit den Dingen, welche die NWO tatsächlich bekämpft. [8] Antikapitalismus und Antichristlichkeit sowie die Ablehnung aristokratischer oder wettbewerblicher Gesellschaften sind heute in der sogenannten Rechten genauso verbreitet, wie in der politischen Linken. Der Unterschied zwischen beiden besteht lediglich darin, dass sich die politische Linke auf Lenin bezieht und die angebliche politische Rechte auf Hitler, sprich also auf internationalen und auf nationalen … Sozialismus. Beide Seiten vereint jedoch die sozialistische Grundhaltung, die Ablehnung der Aufklärung sowie der Konformismus. Besonders letzteres ist aktuell wieder zu erkennen. [9]

Der Patriotismus wirkt hier noch befördernd, da plötzlich alle jene, die einst die Ideale der Aufklärung und der individuellen Autonomie propagierten, nun ebenso konformistisch dieser angeblichen Rechten hinterher rennen, ohne zu hinterfragen, für was sie steht. Der Patriotismus macht konformistisch und so vergisst man autonomes Individuum zu sein. So reicht der Patriotismus als Legitimation aus, um individuell vertretene Prinzipien über Bord zu werfen. Le Bon ist hier belegt: In der Masse sinkt der individuelle Verstand.

Nur fußt die angebliche politische Rechte ihren Konformismus auf nationalen Patriotismus. Doch bestimmtes Gedankengut und bestimmte Grundhaltungen treten wieder zu Tage, die man bereits geschichtlich beim Aufstieg von Tyranneien beobachten konnte und die jene sich als aufgeklärt sehende Menschen ablehnten. Das Vorzeichen endet daran nichts. Heute verfallen sie dennoch denselben Trieben.

Rettungsanker für die NWO?

Es gibt einige die der Meinung sind, dass es entweder Plan oder Rettungsanker der NWO sein könnte, die Nationalstaaten wieder zu stärken, entweder im Zuge ihrer globalen Ordnung oder im Falle ihres verfrühten Scheiterns. Man erkennt, dass die beiden verfeindeten Lager auf der politisch linken und der angeblich politisch rechten Seite nur im Vorzeichen, sprich international oder national, verschieden sind. Beide Seiten stehen jedoch für mehr Staat und Sozialismus sowie gegen Aufklärung und Christlichkeit ein. Wenn man der Annahme folgt, der Sozialismus sei expliziter Bestandteil der NWO, dann ist ein nationaler Sozialismus, wie ihn viele angebliche Rechte anstreben, möglicherweise der Versuch die NWO-Ideologie im Fall einer Krise zu präservieren. Denn viele sozialistische Gesellschaften, egal ob national, lassen sich sehr leicht, aufgrund des Vorhandenseins der Grundideologie, wieder in einen Block zusammen schließen. Die Europäische Union entstand über denselben Akt: Zuerst etablierte man Sozialismus in den Nationen. Dann schuf man eine Legitimation diesen Nationen zusammen zu schließen. Gerade das Land, welches bis heute einem nationalen Sozialismus folgt und auch das Ursprungsland des Sozialismus darstellt, Frankreich, war hier treibende Kraft – gerade gegen Deutschland. Deutschland war den Großteil seiner Existenz über ein erz-christliches Land. Dennoch meint die angeblich politische Recht darin eine Bedrohung zu sehen. Die Frage stellt sich, was dennoch dann noch deutsch sei? [10] Offenkundig meinen viele in der angeblichen Rechten, es sei die Zeit zwischen 1933 und 1945, sprich genau der Zeitraum, auf den auch die politische Linke gerne das Deutschsein reduziert. Wieder eine Gemeinsamkeit.

Wieder andere meinen, dass man die Nationalstaat für den kommenden und geplanten Zusammenbruch aufbaut, dann scheitern lässt, um die Folgekrise in die Schuhe der aktuell aufkommenden nationalistischen Bewegungen zu schieben.  Selbst Nicola Alexander, der Begründer von „Reconquista Germanica“, sah diese Möglichkeit. [10] Das obwohl er heute genau dieser Strömung anzugehören scheint. Auch er erkannte vormals die Gefahr, welcher der Patriotismus in sich birgt.

Viele selbsternannte Rechte wenden sich von der Christlichkeit ab, obwohl sie ihre Ethik vermutlich nie gelebt haben und im völligen Unverständnis der Bedeutung der Christlichkeit für die westliche Kultur. Sie wenden sich dem Germanentum zu, wohl in Enttäuschung vom Christentum und einer falschen Kritik am Liberalismus, obwohl dieser der christlichen Zivilisation gut und gerne 2000 Jahre in der Entwicklung hinterher hinkt. Dem Germanentum fehlen nicht nur entsprechend entwickelte Ideale, Prinzipien und Institutionen. Es wäre auch völlig unfähig die heutige Gesellschaft aufzunehmen. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass es keine Germanen mehr gibt. Seltsamer Weise werden dann doch viele eher von der christlichen Ethik bestimmt, als von germanischen Gepflogenheiten. Am Ende aber kann die Abkehr vom Christentum und die Hinwendung zum Germanentum nicht nur den gesellschaftlichen normativen Konsens und seine Ethik zerstören, sprich ganz im Sinne des Kulturmarxismus der gewachsenen Gesellschaft die Grundlage im Zuge einer Dekonstruktion entziehen. Es wäre auch aufgrund seiner fehlenden Entwicklung jeder anderen politischen Philosophie gegenüber unterlegen und so zum Abschuss freigegeben.

Wo liegt die Wahrheit?

Sowohl die politische Linke, wie die politische Rechte unterstützen den Sozialismus. Beide haben sich von Christlichkeit und Aufklärung abgewandt. Obwohl beide aussagen, dass der Kampf gegen den Kapitalismus geführt wird, kann man mit Fachwissen dennoch ausmachen, dass die NWO individuelle Freiheit, Marktwirtschaft und Kapitalismus gerade bekämpft und nicht stärkt. [12] Stattdessen werden genau die Dinge gefördert, die beide Gruppen gemeinsam haben. Es war seit jeher in Kriegen für manche Akteure profitabel, beide Seiten zu unterstützen, wenn es gar nicht um den Sieg einer von beiden Seiten ging, sondern um den Krieg an sich. Möglicherweise wird diese Taktik auch hier gefahren. Es geht dann nicht darum, ob links, rechts oder muslimisch gewinnen. Sondern nur darum, dass sie sich genauso bekämpfen, wie einst Deutschland und Russland.

Es muss ausgemacht werden, was genau bekämpft werden. Wer ist der Feind von wem und warum? Fakt ist, dass die NWO sowohl Marxismus wie Sozialismus und Kommunismus finanziert hat und finanziert. Es kann also keine Lösung hierin zu finden sein. Auch die Demokratie wurde systematisch etabliert und jede Kritik gerade der Aufklärung an der Demokratie verschwand zeitgleich aus dem öffentlichen Bewusstsein. Also kann auch dies keine Lösung sein. Das einzige, was die NWO nicht fördert, was sie gar mit allen Mitteln bekämpft, ist die individuelle Freiheit, die individuelle Verantwortung, die christliche Ethik und die Moralphilosophie der Aufklärung. Dabei darf man jedoch nicht zu weit gehen. Viele werfen dem anarchistischen Libertarismus in seinem Bestreben die Staaten abzuschaffen genau die Nähe zur NWO vor. Wohl eher aus der falschen, linkspolitischen Kritik am Kapitalismus heraus. In Wahrheit ist der kooperative Anarchismus des anarchischen Libertarismus nicht nur auch Endzustand bei Marx und dem Kommunismus. Er baut auch auf einer völligen Falschannahme auf, menschliches Herrschaftsstreben sei unnatürlich. [13] Diese Falschannahme würde sich erst belegen, wenn eine anarchistische Gesellschaft durch die völlige Selbstaufgabe von anderen Menschen ausgelöscht würde. Der Libertarismus ist eine solide Philosophie auf Grundlage der Aufklärung, geht aber mit dem Anarchismus zu weit und macht sich so zum Handlanger der Zerstörung der westlichen Zivilisation.

Nun meinen einige auf Seiten der angeblichen Rechten, genau dieser Liberalismus sei das Übel. Wobei man hier differenzieren sollte, denn im anglo-amerikanischen Raum versteht man unter „Liberalismus“ den Sozialismus und gerade nicht die Aufklärung. Das ist eine begriffliche Fehlbesetzung, die leider derart nach Deutschland kam, dass man hier der Aufklärung zu Unrecht die Schuld an der aktuellen Lage gibt. Dabei meinen die US-Amerikaner in ihrer Kritik gerade die sozialistischen Denkweisen und Strukturen, die jene Kritiker des Liberalismus in Deutschland meist vertreten. Die Sauberkeit von Begriffen sollte immer angezeigt sein.

Im diesem Zuge werde auch ich immer häufiger von der widerständischen angeblichen Rechten als „Volksverräter“ oder mit Juden im Bude bezeichnet, da ich den (klassischen) Liberalismus sowie die freie Marktwirtschaft und den Minimalstaat vertrete. [siehe bspw. 12] Damit kann auch die Rechte, gleichsam mit der politischen Linken nichts anfangen. Auch hier zeigen sich sowohl historische wie auch aktuelle Gemeinsamkeiten im Denken der politischen Linken und angeblichen Rechten, besonders was das Ausmachen des ideologischen Feindbildes angeht. Totalitäre Denkweisen [14] sind also sowohl in der politischen Linken, wie in der widerständischen angeblichen Rechten vorhanden. Sie kommen heute wieder auf, da jegliche politische Bildung um politische Philosophie und Aufklärung auch bei den widerständischen Gruppen fehlt. Man bedient sich dessen, was man dagegen ausgiebig studiert hat: Das 20. Jahrhundert und dessen Motive, meint aber gerade in den Dingen, die angegriffen werden, weil sie angegriffen werden, die Wahrheit auszumachen. Dann werden alle anderen patriotischen Streiter, die sich nicht zur angestrebten Ideologie bekennen, gleichsam als persona non grata erklärt. Die Geschichte wiederholt sich, weil es danach niemals die Lehre neuer Ideale und Prinzipien gab.

Die Aufklärung und das Christentum seien von der Freimaurerei geschaffen worden, so die weitere Argumentation. Die Freimaurer wurden sowohl im National-Sozialismus wie in der Sowjetunion verfolgt. Also von denen, welche die einen als Linke und die anderen als Rechte (in Wahrheit beides nationale Linke) sehen. Es ist also eine erneute Gemeinsamkeit, die beide Lager vereint. Aber kein Mensch, keine Gesellschaft und keine Politik im Westen lebt nach den Prinzipien des klassischen Liberalismus. Die Argumentation ist, dass diese Philosophie die Kulturen im Westen zersetzt. Aber historisch waren jene Kulturen, die viel christlicher waren, gerade die der europäischen Klassik – des Barock, der Renaissance. Man kann gar sagen: je christlicher, desto höher entwickelt in der Kultur. Erst mit der Ermordung von Gott, wie es Nietzsche ausdrückte, mit der Etablierung des Sozialismus, mit der Etablierung des kollektivistischen statt dem individualistischen Geistes [15], mit der Zerstörung der Aristokratie für die Demokratie [16], begann der kulturelle Verfall des Westens. Das passt also nicht zusammen.

Weiterhin verfallen viele widerständische Bewegungen der Hybris, sie bekämpfen einen intellektuell ebenbürtigen oder gar unterlegenden Gegner. Man sei schließlich die 99%. Tatsächlich ist es aber so, dass jene globalen Strukturen 50 bis 100 Jahre Zeit hatten in Strategie und Taktik zu reifen, Erfolge zu verzeichnen und aus Fehlschlägen zu lernen. Die Bürger heute sind nur gerade jetzt „aufgewacht“, da sich das Spiel dem Ende nähert und die Luft entsprechend dünner wird. Es kann angenommen werden, dass diese die mit Absicht politisch bildungsfern gehaltenen Mobs des Pöbels, die einst den Sozialismus an die Macht brachten und vor denen auch die Aufklärung warnte, sehr genau in den Aktionen voraussehen können und einberechnet haben. Vor allem dann, wenn nicht klar ist, inwieweit diese nur ihre zugewiesenen Theaterrollen spielen. Die einzige Siegbedingungen gegen die NWO wäre demnach etwas völlig Unvorgesehenes zu tun. Das wäre aber das erste Mal in der Geschichte, dass der erboste Mob nicht etwas tut, was vorhersehbar ist. Dazu wurden ganze Bücher verfasst, unter anderen Gustave le Bons „Psychologie der Massen“.

Am Ende bleibt nur der Aufruf den eigenen Prinzipien zu folgen und seine Moral in jedem Moment zu überprüfen, Vernunft walten zu lassen und im besten Fall wahre Christlichkeit. Wenn der Aufruf zur Gewalt ertönt, sollte man möglicherweise andere Wege in der Vernunft finden. Eventuell ist genau dies das Unvorhergesehene, was die NWO nicht einplante. Arbeiter, die nicht dem Sozialismus folgen, sondern für mehr wirtschaftliche Freiheit stehen. Das wäre mal eine historische Sensation. Vernunft und ein freier kritischer Geist sein angezeigt. Auf jeden Fall ist passiver Widerstand durch Non-Konformismus immer noch die beste Möglichkeit für jeden, der Tyrannei den Gehorsam zu verweigern.

Haus Insel
Metapher für die eigene Moral in krisenhaften Zeiten.

Siehe weiter:

https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2018/01/28/strategie-sezession/


Quellen:

[1] https://www.youtube.com/watch?v=niWX_S2PFH4
[2] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/category/neue-weltordnung-auf-dem-weg-zum-weltkommunismus/
[3] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/12/30/im-streben-nach-vervollkommnung-ethik-moral-und-freiheit-im-westen/
[4] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2018/01/04/demokratie-versus-republik/
[5] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/12/26/die-historischen-gesellschaftlichen-fehler-der-deutschen/
[6] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/12/03/wachsende-paranoia-unter-den-angeblich-aufgeklaerten/
[7] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/12/14/individuum-und-kollektiv/
[8] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/12/15/eine-bestandsaufnahme-die-sogenannte-deutsche-rechte/
[9] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/09/06/kritik-an-reconquista-germanica/, https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/10/08/kommentar-von-einem-mitglied-des-reconquista-germanica-servers-an-mich/
[10] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2018/01/19/was-ist-typisch-deutsch/
[11] https://www.youtube.com/watch?v=xL44qezYwos
[12] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/04/17/jerusalem-post-soros-kampagne-zum-weltweiten-chaos/
[13] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/09/23/warum-herrschaftsfreiheit-idiotie-ist/
[14] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/07/05/totalitarismus/
[15] https://www.youtube.com/watch?v=eUvXszFZpmc
[16] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2018/01/17/aristokratie/

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