Die Kulturmarxisten [1] sowie Sozialisten („Linke“) allgemein glauben, dass technologischer und wohlständiger Fortschritt eine Art universelles Naturgesetz oder Automatismus darstellen. Fortschritt ist keine Leistung, sondern eine Naturkonstante, aus der unweigerlich Wohlstand für alle folgt. Der Geist des Versagers, der Diebstahl und nicht Arbeit rechtfertigen will. Sie sind der Ansicht, dass dabei die Erzeugnisse des Fortschritts im Wohlstand nur gleichmäßig und gerecht verteilt werden müssen, sprich durch sie im Kommunismus. Dies Ansicht nennt man „Progressivismus“. Daraus wurde ein unbedingter Fortschrittsglauben, der das Maß aller Dinge wurde. Was man aber vergaß war, was Fortschritt wahrhaft schafft. Niemand würde heute noch mutmaßen, dass einst individuelle Tugenden wie Bescheidenheit eng verbunden mit dem Vorhandensein von Fortschritt waren.

Allgemein geht die linke, marxistische Ideologie von der Annahme aus, dass der Mensch allein Produkt seiner materiellen Umwelt sei. Wenn es im linksideologischen Weltbild Unterschiede in Fortschritt und Wohlstand gibt, dann beruhen diese stets auf der Ausbeutung des Starken durch den Schwachen, also einer Form der Herrschaft. Für die politische Linke stellt Gleichheit den Naturzustand dar und Ungleichheit das Produkt von Ausbeutung und Unterdrückung, sprich Herrschaft. Wenn also eine Gesellschaft fortschrittlicher und wohlstandiger ist als eine andere, dann weil die überlegenere Gesellschaft die unterlegende Gesellschaft ausbeutet. Unterschiede in Fortschritt und Wohlstand, sei es für Individuen, Gruppen oder Gesellschaften kann die politische Linke nicht als Unterschiede in Herkunft und Wirken dieser Ausmachen. Ein Individuum ist dabei nicht reicher, als ein anderes, weil es besser wirtschaften kann oder allgemein fleißiger, ambitionierter und fähiger ist, als ein anderes. Eine Familie ist nicht reicher, als eine andere, weil sie besonders günstige Erbanlagen sowie Erfahrungen besitzt und weitergibt. Eine Geschlecht ist einem anderen in bestimmten Berufen nicht überlegen, weil es biologisch anderes konstruiert wurde, um diese Rolle einzunehmen. Eine Gesellschaft ist nicht fortschrittlicher als eine andere, weil ihre ethno-kulturellen Leistungen bedeutender waren. All diese Determinanten anerkennt die linke Ideologie nicht an, weil damit die Annahme von Karl Marx wiederlegt wäre, dass allein die materielle Umwelt den Menschen bestimmt.

Denn nur so ist es möglich Masseneinwanderung unter der Annahme zu forcieren, dass die Menschen der dritten Welt dadurch fortschrittlich und wohlständig werden, indem man sie (aus der Legitimation angeblicher Ausbeutung heraus) in den westliche Umwelt umsiedelt. Es müsste eben alles nur gerechter verteilt werden. Was den Fortschritt schafft, das wird nicht gefragt. Wenn das aber dann versagt, weil ein objektiver Beobachter doch jene Determinanten ausmacht, dann gibt die politische Linken eben dem Fortbestehen jener ausbeuterischen westlichen (christlich-kapitalistischen) Gesellschaft die Schuld, die weiterhin an Formen der Herrschaft und Hierarchie, also der Ausbeutung des Schwachen, sprich hierarchisch niedergestellten, statt dem angeblich natürlichen egalitären Naturzustand mit seinem Fortschrittsautomatismus, festhält. Davon leitet die politische Linke dann die Legitimation für ihren „Klassen- und Kulturkampf“ ab, sprich der Dekonstruktion der hierarchischen oder wettbewerblichen, nicht egalitären Gesellschaft, zum Zwecke der Konstruktion einer egalitären, am Ende anarchistischen, also herrschaftsfreien, kommunistischen Gesellschaft.

Was die politische Linke dabei nicht fragt ist, wie erfolgreich das bestehende, traditionelle System in Wahrheit ist, und ob es, wenn nicht Egalität, dann steig steigenden gesamtgesellschaftlichen Wohlstand generiert. Egalität ist für die politische Linke das Maß aller Dinge, nicht objektiv und empirisch messbarer Erfolg in Kategorien wie Kultur, Philosophie, Wissenschaft oder Technologie. Die politische Linke verabscheut den Wettbewerb und stellt ihn als unnatürlich hin. Dabei weiß jedes Kind, dass die Natur aus nichts anderem, als aus unaufhörlichen Wettbewerb besteht – aus unaufhörlicher Herrschaft des Starken über den Schwachen, und dass es einzig die Zivilisation ist, welche die Spektren so weit aufmacht, dass unterlegen sein nicht gleich Tod bedeutet, sondern nur ein neues Maß als Ansporn zu haben. Diese Dynamik des zivilisatorischen Wettbewerbs, einmal zwischen den Zivilisationen und einmal innerhalb der Gesellschaft, ist es in Wahrheit, die Fortschritt schafft. Je umfänglicher die vorhandenen ethno-kulturellen Ressourcen und je freier und effizienter das wettbewerbliche ökonomische System, desto mehr Fortschritt und Wohlstand wird generiert. Der christlich-kapitalistische Westen ist nicht so fortschrittlich und wohlständig, weil die schwächeren Gesellschaften ausgebeutet hat, sondern weil seine Veranlagung und Entscheidung für bestimmte Gesellschaftsformen evolutionär gesehen überlegen gegenüber anderen waren. Meine man es mit der Welt erst, müsste man den Westen in die dritte Welt importieren, sowohl ethnisch wie strukturell, und nicht umgekehrt. [2] Tatsächlich zeigte der Kolonialismus, der von der politischen Linken als Ausbeutung klassifiziert wird, genau diese positive Entwicklung. [3] Fortschritt bedeutet einen Prozess, der unaufhörlichen und dynamischen Übernahme des Besten nach ständigen Wettbewerb. Nicht Egalität und gleichgerechte Verteilung eines in der Vorstellung einmal automatisch gebackenen statistischen Fortschritt- und Wohlstandskuchens.

Fortschritt ist ein dynamischer Prozess, der Leistung erfordert. Genauso kann Fortschritt aber auch ausbleiben, versiegen oder in Stagnation übergehen, wenn diese Leistung zerstört wird, verschwindet oder durch bestimmte Systeme unterdrückt wird. Der Sozialismus ist so ein System, welches auf falschen Vorstellungen aufbaut und dort Rückschritt, Elend und Armut hervorbringt, wo einst bedeutende Kulturen standen. Nur, weil er auf der oben genannten Annahme aufbaut. Würde man sie revidieren, wäre Marx wiederlegt und die politische Linke hätte keine Existenzberechtigung mehr. Denn der Kapitalismus schafft keine Gleichheit. Er gibt dem Fähigsten das meiste und dem Unfähigen wenig bis nichts, wenn dieser pleite geht. Dazwischen gibt es unendlich viele Abstufungen der Ressourcenzubemessung nach Leistung, anders als es die politische Linke aussagt. Gleichheit ist kein Wert, sondern Effizienz und Potentialausnutzung. Der Kapitalismus erhebt den Wohlstand für alle stetig, so dass selbst die Unterschicht heute wohlständiger ist, als sie es vor 50 Jahren war. [4]

Es gibt eine Hierarchie im Fortschritt genauso, wie die Struktur einer Gesellschaft immer hierarchisch aufgebaut ist, wenn diese über Wettbewerb und Leistung sowie Verdienst wirkt. So, wie es der Westen tut und wie er damit äußerst erfolgreich ist. [5] Der Wissenschafts- und Techniktheoretiker Thomas P. Hughes fand in seiner Forschung für sein Werk „The Social Construction of Technological Systems: New Directions in the Sociology and History of Technology“ heraus, dass alle bedeutenden Innovationen der westlichen Welt stets von einzelnen Unternehmern eingebracht wurden. Hughes belegt damit, dass anders, als es die politische Linke darstellt, Fortschritt kein kollektiver Akt ist, weshalb Planwirtschaft auch derart ineffizient ist. Sondern die Leistung einzelner Individuen, die sich nur dann bahnbrechen können, wenn es ein ökonomisches System gibt, welches diese zeitlich und örtlich völlig unplanbar aufkommenden Innovationen unmittelbar und ohne Zeitverlust umzusetzen erlaubt. Ohne, dass es eine bürokratische oder gar parlamentarische Stelle braucht die entscheidet. Dieses ökonomische System ist der Kapitalismus, also das Gewinnstreben als Motivator sowie die freie Verfügbarkeit von Kapital als Mittel, und die freie Marktwirtschaft, also Recht und Freiheit jede Innovation mit Hilfe frei verfügbaren Kapitals unternehmerische umzusetzen und dies dann nach Angebot und Nachfrage auszurichten. [6] Nicht das Parlament entscheidet, sondern die Nachfrage. Dies ist der Grund, warum der Kapitalismus, besonders dann, wenn die Wirtschaft und die sie befüllenden Individuum frei sind (nur so funktionieren Angebot und Nachfrage), derart erfolgreich ist Fortschritt und Wohlstand zu schaffen.

Als das Wirtschaftsgeschehen und ihre Dienstleitungen vor der Industrialisierung noch nicht derart breit ausgelegt war und Kaufleute noch nicht zu einem breiten unternehmerischen Bürgertum wurden, da bestimmte innerhalb desselben hierarchischen Prozesses der Adel die Kultur des Landes. Hier wetteiferte man um die eigene Größe als Zivilisation, baute Kathedralen, Theater, Opern, Museen und ganze Städte aus dem nichts, nur weil der eine Adelige das Streben hatte Gewinn mit seinem Land zu machen und sich ein Denkmal des eigenen Ruhmes zu setzen. So war es die Aristokratie, also jene, die sich über Generationen an die Spitze der Pyramide der Zivilisation gearbeitet hatten, welche diese erbauten. [7] Auch dies war abermals keine kollektive Leistung, weil sich alle egalitär und anarchistisch zu einem bestimmten Zeitpunkt sagten: Nun bauen wir eine Kathedrale oder ein Königreich. Es waren die Ambitionen einzelnen Menschen, voller Mut, Willenskraft und Fleiß ihre Namen die die Geschichte schlugen. Es war nicht das kommunistische Kollektiv, was die Meere bereiste. Es war ein Magellan, ein Columbus, der die Entbehrungen auf sich nahm. Als war nicht das kommunistische Kollektiv, welches Hektor vor Troja schlug, sondern Achilles der große Held. Es war nicht das kommunistische Kollektiv, welches auf dem Lechfeld das Ostfrankenreich abtrennte und daraus das erste heilige deutsche Reiche machte, sondern Otto I.. Es war nicht das kommunistische Kollektiv, was die Germanen zum Kampf gegen die Römer aufrief, sondern Hermann. Es war nicht das kommunistische Kollektiv, was Preußen zu einer Großmacht machte, die Deutschland vereinen sollte, sondern die großen preußischen Könige. Es ist der Wille zur Macht und das Streben Gewinn zu machen, Herrschaft sowie ewiger Wettbewerb, was die Zivilisation schafft. [8]

Gleichheit und Fortschritt sind die Religionen der Versager!

 


Quellen:

[1] https://www.youtube.com/watch?v=ZuH9jAtPmWU
[2] https://www.youtube.com/watch?v=ucif-WuMEB4, https://www.youtube.com/watch?v=8wKRnfnFAL4
[3] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2018/01/16/das-erbe-des-kolonialismus/
[4] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2018/01/20/das-versprechen-der-marktwirtschaft/
[5] https://www.youtube.com/watch?v=eUvXszFZpmc
[6] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/10/06/die-freie-marktwirtschaft/
[7] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2018/01/17/aristokratie/
[8] https://eiserneskonigreich.wordpress.com/2017/09/23/warum-herrschaftsfreiheit-idiotie-ist/

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